Familienname Balbach: Das stolze Erbe der freien Balbachs

Quell & Licht: Die Seele des Namens

Wer dem Namen Balbach nachspürt, begibt sich auf eine Reise zu den sprudelnden Wassern des Taubertals. In der Überlieferung unserer Ahnen war ein Name nie nur ein Etikett, sondern ein Spiegel der Landschaft und der Seele.

  • Der silberne Bach: Das Element „Bach“ verbindet diese Familie seit Anbeginn mit dem fließenden Wasser – dem Element der Reinigung, der Intuition und des ewigen Wandels.

  • Das Leuchten des Hügels: Die Silbe „Bal“ flüstert uns von hellem Licht und sanften Anhöhen. Ob es sich vom althochdeutschen ballo (Hügel) oder dem keltischen bel (strahlend) ableitet – der Name trägt die Energie eines sonnenbeschienenen Wasserlaufs in sich.

Fels & Freiheit: Das Erbe der Ungebeugten

Was die Balbachs jedoch aus dem Nebel der Vergangenheit hervorhebt, ist ihr Stolz. In einer Zeit, in der viele unter dem Joch der Leibeigenschaft standen, hütete diese Familie ein kostbares Gut: ihre Freiheit.

  • Die Burg im Rücken: Hoch über den Orten Ober- und Unterbalbach thronte einst das Geschlecht derer von Balbach. Auch wenn sich die Linien im Laufe der Jahrhunderte verzweigten, blieb der Geist der Unabhängigkeit in den Genen derer erhalten, die den Namen weitertrugen.

  • Freie Seelen: Als „Freie“ waren die Balbachs keine Untertanen. Sie unterstanden nicht der Willkür eines Grundherrn, sondern waren allein ihrem Gewissen und ihrem Land verpflichtet. Dieser Status ist ein seltenes Juwel in der Tradition der Ahnenforschung.

  • Das Band der Ritter: Die Nähe zum Deutschen Orden im Main-Tauber-Kreis prägte die Region. Frei zu sein in einem so geschichtsträchtigen Landstrich zeugt von einer starken inneren Kraft und einem unerschütterlichen Ahnenwissen um den eigenen Wert.

Lebendiges Erbe: Meine Ahnenlinie

Hier schließt sich nun der Kreis der Geschichte. In der folgenden Auflistung wird das Ahnenwissen der Balbachs greifbar – von den freien Wurzeln in Baden-Württemberg bis zu jenen, die den Namen durch die Zeiten trugen.

Lebendiges Erbe: Meine Ahnenlinie

  • ⚒️ Georg Balbach (* 1620 – † 1674) | Ort: Wermutshausen / Ebertsbronn | Stand: Inwohner & Schmied – Ein Leben zwischen Amboss und den weiten Feldern, wo er im Abendlicht seinen Frieden fand. Er wurde 1674 auf einem Feld zwischen Haagen und Vorbachzimmern tot aufgefunden.

  • 🌾 Martin Balbach (* 1653 – † 1723) | Ort: Louisgarde | Stand: Hofbauer auf dem Gut Louisgarde.

  • 🛡️ Carl Balbach (* 1685 – † 1774) | Ort: Louisgarde / Obehlischken | Stand: Hofbauer auf dem Gut Louisgarde. 1719 nahm er einem Bäckerjungen die „Kötze“ ab – jenen Tragekorb, der symbolisch für die Lasten der Zeit stand. Er weigerte sich, die geforderte Stallung zu gewähren und widersetzte sich der Bestrafung durch die Obrigkeit. Für einen „Freien“ war der Gehorsam gegenüber willkürlichen Regeln keine Option. Dieser Akt des Widerstands und sein Entschluss, 1721 nach Ostpreußen auszuwandern, zeigen uns den Mut, den es braucht, um der eigenen Tradition der Freiheit treu zu bleiben.

  • 🏡 Johann Michael Balbach (* 1718 – † 1775) | Ort: Louisgarde / Stallupönen | Stand: Losmann.

  • 🌾 Johann Martin Balbach (* 1746 – † 1822) | Ort: Budweitschen / Nickelnischken | Stand: Bauer.

  • 🌿 Martin Balbach (* 1773) | Ort: Nickelnischken | Vermählung mit Elisabeth Flötenmeyer.

  • 🌿 Friedrich Balbach (* 1814 – † 1884) | Ort: Nickelnischken | Vermählung mit Christina Felgendreher.

  • Maria Balbach (* 1835 – † 1913) | Ort: Nickelnischken | Vermählung mit Johann Dammin.